Case Study

POCKET-LEXIKON

Aufgabe

Smartphones ohne UMTS? Kaum vorstellbar. Zur Markteinführung von UMTS befürchtete SIEMENS ähnliche Image-Probleme wie bei der Einführung von GSM. Damals wurde das Geschäft durch wilde Spekulationen über „gefährliche Handystrahlung“ deutlich gefährdet. Angesichts der Investitionsrisiken bei UMTS wollte SIEMENS die Diskussion versachlichen.

Umsetzung

Für die Pressestelle von SIEMENS sollte fundus ein Pocket-Lexikon im handlichen Hosentaschen-Format DIN A7 entwickeln. Zielgruppe waren Influencer, vor allem Wirtschaftsjournalisten. In diesem Lexikon wurden wichtige Fachthemen rund um UMTS leicht verständlich und leicht verdaulich erklärt werden.

Ergebnis

Das Lexikon wurde mit großem Erfolg auf dem deutschen Markt platziert. SIEMENS war so zufrieden, dass für internationale Journalisten gleich noch eine englische Version entwickelt wurde.
Und ehe das zweite Lexikon gedruckt war, wandte sich die Unternehmenssparte GSM an uns. Diese war damit beschäftigt, den südamerikanischen Markt für klassische Handytechnik (GSM) zu erschließen und hatte von dem Projekt gehört.
Folgerichtig entwickelten wir auch ein Lexikon für GSM. Dieses wurde in großer Auflage in Spanisch und Portugiesisch produziert.
Während wir für die deutsche UMTS-Version noch gut vier Wochen Produktionszeit hatten, musste das portugiesische GSM-Lexikon schließlich in den Tagen nach Weihnachten erstellt werden – eine Zeit, in der fundus sonst immer in den wohlverdienten Winterschlaf geht. Auch diese Herausforderung haben wir gemeistert und unsere traditionelle „Zwischen-den-Jahren-Pause“ einfach auf Neujahr verlegt.
Der große Erfolg des Pocket-Lexikons zeigt zweierlei:
1. Der Appell an den Spieltrieb funktioniert auch bei Eliten.
2. Auch in Zeiten von Google und Wikipedia gilt: Bei Push-Marketing hat Print nach wie vor eine Existenzberechtigung.